Was unsere Zukunft bestimmen wird
Wer heute baut, sollte nachhaltig denken. Um sich für das richtige, nachhaltige Baumaterial zu entscheiden, müssen jedoch viele Aspekte berücksichtigt werden: Neben den ökologischen, sind auch ökonomische sowie soziokulturelle Faktoren ausschlaggebend.
Nachhaltige Baumaterialien gibt es einige: Holz, Lehm, Backsteine, Natursteine, um nur einige zu nennen. Warum sollte man sich denn ausgerechnet für Backstein entscheiden? Die ökonomische Dimension betrachtet den gesamten Lebenszyklus von Bauweise und Materialisierung. Die Frage lautet demnach, wie wirtschaftlich ein Gebäude ist, wenn man es über Jahrzehnte hinweg betrachtet. Sowohl die Produktionskosten des Baumaterials als auch die Instandhaltungsarbeiten und Energieeffizienz fliessen bei diesen Überlegungen mit ein. Der ökologische Aspekt zielt in eine ähnliche Richtung und legt grossen Wert darauf, dass Klimaressourcen geschont werden. Zuletzt spielen auch ästhetische Aspekte eine grosse Rolle, wenn es darum geht, Rücksicht auf die Werte des sozialen Zusammenlebens zu nehmen.
Backstein ist nachhaltig
Dieser Baustein ist ein Alleskönner unter den Baustoffen: ein natürlicher Rohstoff, dessen Grundmaterial weitgehend aus regionalen Tongruben stammt – die Produktion aus mineralischen Tonerden sowie kurze Transportwege verkleinern den CO2-Fussabdruck – und zu einem hochwertigen, langlebigen Baumaterial verarbeitet wird. Backsteinherstellung ist zweifelsfrei energieintensiv, jedoch mit einem effizienten Energiemanagement werden künftig weiter die Weichen in Richtung Klimaneutralität gestellt.
Wird in der Ökobilanz die realistische Lebensdauer des Materials in Bezug gesetzt, so ist klar, dass der Backstein auf lange Sicht anderen Baustoffen überlegen ist. Der Naturbaustoff Backstein lässt sich bedenkenlos in die Kreislaufwirtschaft zurückführen. Nur sehr wenige Bauprodukte wie Sichtsteine gestatten eine echte Wiederverwendung. Ebenso können Backsteine nach dem ersten Lebenszyklus als teilweiser Rohstoffersatz für die Produktion wieder eingesetzt werden. Weiteres Potenzial steckt in der erweiterten Anwendung rezyklierter Gesteinskörnung für die Herstellung von ressourcenschonendem Beton, dem sogenannten R-Beton. Entscheidend für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft sind kluge Konzepte, die es ermöglichen, dass Produkte auch nach der ersten Nutzungsphase in den Verwertungskreislauf zurückgeführt werden können.
Robustheit und Witterungsresistenz sind weitere Argumente, die für den Backstein sprechen. Dass er als nicht brennbarer Baustoff in der höchsten Brandschutzkategorie eingeordnet ist, äusserst wartungsarm ist und hervorragende schalltechnische Kennwerte aufweist, sind nur weitere Punkte, die zu einer langfristigen Nutzung eines Objekts beitragen und somit eine wichtige Nachhaltigkeitskomponente darstellen. Und schliesslich bieten Bauwerke mit Backsteinfassaden soziokulturell eine grosse Vielfalt an zeitlosen architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten. Ausserdem sorgt der Backstein dank seiner einzigartigen Eigenschaften für ein überaus angenehmes Raumklima, das zum gesunden Wohnen beiträgt.
Nichtsdestotrotz, in Sachen Nachhaltigkeit besteht weiterhin Verbesserungspotenzial. Das gehen wir gerne an, analysieren und verbessern unsere Ökobilanz systematisch, nachhaltig, richten unseren Fokus für die Zukunft auf innovative Produkte wie unser KISmur-Fassadensystem und werden auch gerne über unsere weiteren Nachhaltigkeitsbestrebungen hier in unseren BrixNews berichten.